Das Lieben nicht lassen
Die Generation der über Vierzigjährigen
genießt lässig einen neuen Körperkult: Sex ohne Scham, Lust ohne Last
und Gefühle ohne Grenzen. Selbstbewusste Mittvierziger erzählen von
ihrem Liebesleben, das noch leidenschaftlicher und genussvoller ist als
früher.
Eine Choreografie aus Berührungen,
zwei Körper, die sich
begegnen, trennen, wieder finden.
Ein Sinnenfest, nicht die
schnelle Nummer: So ist das beim Tango.
Als Bea Laufersweiler, 45, ihren ersten
Tanzkurs belegte, hatte sie ihren 40. Geburtstag
gerade hinter sich. Und sie begriff
zum ersten Mal wirklich, was Erotik ihr
bedeutet. Wie sie berühren und berührt
werden wollte. Und dass sie ordentlich
übers Parkett des Lebens würde wirbeln
können. Tango übte man, um besser darin
zu werden. Man hörte nicht irgendwann
auf, wenn man dachte: Na ja, geht doch
einigermaßen. Vielleicht war es mit der
Liebe genauso.
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